An die 40 jungen Menschen aus ganz Deutschland trafen sich letztes Wochenende auf dem Falken-Zeltplatz im beschaulichen Flörsbachtal um gemeinsam eine Auszeit zu nehmen.
Das Programm des Wochenendes war vielfältig. Es gab in Workshops kritische Auseinandersetzungen mit der Psychiatrie, dem Wirken von Medien, dem Krieg in Afghanistan, Geschlechterbildern in Kinderliteratur und einigem mehr. Großer Beliebtheit erfreute sich ein Stencil-Workshop, wo zahlreiche T-Shirts, Pullover und Stofftaschen mit selbst gemachten Motiven verschönert wurden. Selbst als der „offizielle“ Workshop vorbei war, griffen immer wieder Teilnehmer*innen zu Farben, Schablonen, Pinseln und während tagsüber oft die Köpfe in spannenden Diskussionen rauchten, dampften viele abends in der Sauna des Falken-Hauses oder wärmten sich an den flackernden Flammen des Kamins.
Der Freitagabend gestaltete sich als eher ruhiger Barabend, wohingegen bei der Auszeitmania-Party am Samstag sich Menschen durch die verschiedensten Klangwelten tanzten. Elektronischer Tanzmusik folgten Balkanbeatz mit Electroswing um schließlich bei den harten Klängen von Industrial und einem Schuss Punkrock auszuklingen.
Die anfallenden Arbeiten wie Kochen, Aufräumen, Einkaufen, Nachtwache wurden gemeinschaftlich organisiert und wenn sich spontan Baustellen auftaten, fanden sich immer Menschen, die sich darum kümmerten. Auch die Teilnehmer*innen, welche in die Vorbereitungen der Auszeit eingebunden waren, freuten sich über den stark zugenommenen „Do it yourself“-Charakter des Wochenendes.
In der Feedbackrunde am Sonntag wurde dann Bilanz gezogen. Ein großes Dank ging an die Falken Frankfurt, welche mit dem zur Verfügung stellen des Hauses und vielen Tipps zum Gelingen des Wochenendes beigetragen hatten. Ansonsten gab es Kritik und viele Anregungen für zukünftige Auszeiten. Klar war dabei vor allem eins die Auszeit vom Kapitalismus und dem ganz normalen gesellschaftlichen Wahnsinn kann in Zukunft ruhig länger seien….mit diesem Gedanken und der Hoffnung auf eine Auszeit im nächsten Jahr fuhren die Teilnehmer*innen schließlich nach Hause.
