05 Juni 2010
By linksjugend
Aktivist_innen der linksjugend['solid] wurden wegen einer Flyeraktion auf dem 50. Hessentag in Stadtallendorf von der Polizei festgesetzt und auf demütigende Art und Weise kontrolliert und durchsucht!
Am 03. Juni 2010 verteilten einige Aktivist_innen der linksjugend['solid] zusammen mit Aktivist_innen der Partei DIE LINKE auf dem 50. Hessentag in Stadtallendorf Flyer deren Inhalt sich gegen die Bundeswehr und deren Anwesenheit auf dem Hessentag sowie an Schulen richtet. Bei einer kleinen Kundgebung am Freigelände der Bundeswehr wurde zudem ein Transparent mit der Aufschrift »Bundeswehr raus aus Afghanistan!« entrollt und hoch gehalten. Mit Peace-Fahnen, Rufen wie »Runter mit der Rüstung! Rauf mit der Bildung!« und Schildern mit den Namen afghanischer Zivilisten, welche durch die Bundeswehr getötet wurden, störten die Aktivist_innen das von der Bundeswehr konstruierte »idyllische« Lagerleben.
05 Juni 2010
By linksjugend
Was macht die Bundeswehr hier auf dem Hessentag?
Ein Spaß für Jung und Alt: die Angebote der Bundeswehr auf dem Hessentag!
Doch das fröhlich-freundliche Bild, das die Bundeswehr hier zu vermitteln versucht, widerspricht der militärischen Realität in Afghanistan und anderswo absolut.
Eine der zentralen Fragen, die immer wieder in den Medien auftaucht, ist „Was passiert, zögen wir die Armee aus Afghanistan ab?“ Es heißt dann meist, ein Rückzug führe ins Chaos und zum Schutz der afghanischen wie der deutschen Bevölkerung müsse der Einsatz fortgeführt werden. Wir aber zweifeln stark an dem Nutzen des aggressiven Vorgehens in Afghanistan oder in Krisengebieten allgemein. Wir denken, dass die Bundeswehr ein grundsätzlich falsches Mittel der Außenpolitik ist: Statt „Freiheit und Demokratie“ zu bringen, bessert sich durch militärische Einsätze fast nichts. Und ein Panzer ist das denkbar Unproduktivste, was es gibt – denn er zerstört nur und kostet dabei Unsummen.
02 Juni 2010
By linksjugend
Am Wochenende vom 28.-30.05.2010 fand eine Landesmitgliederversammlung der Linksjugend ['solid] Hessen statt.
Etwa 40 Mitglieder und Sympathisant_innen haben sich in Alten-Buseck getroffen, um sich in Diskussionen und Workshops mit dem Thema Selbstbestimmung zu befassen. Außerdem wurden die Deligierten des Jugendverbandes für den Landesparteitag der Partei gewählt.
Es wurde in verschiedener Art und Weise über Fremdbestimmung in Schule, Staat und Gesellschaft diskutiert und die eigene Affizierung durch Herrschaftsstrukturen untersucht, um schließlich über Utopien der Selbstbestimmung und deren (Un-)Möglichkeit zu diskutieren.
Sonntags fanden die Wahlen statt und die vorliegenden Anträge wurden behandelt – freut euch auf neues Material!
Alles in allem war es eine gelungene LMV - wir sehn uns beim nächsten Mal.
Euer LSpR
26 Mai 2010
By linksjugend
5 Minuten nach der Schließung der Wahllokale in NRW am 9. Mai gab der Energiekonzern RWE die Laufzeitverlängerung des AKW Biblis A bekannt.
Biblis ist mit über 35 Jahren Laufzeit das älteste deutsche Atomkraftwerk, das noch am Netz ist und hätte nach geltendem Recht längst abgeschaltet werden sollen.
Nun hat der Energieriese Eon die Restlaufzeiten des stillgelegten Kraftwerks Staade verkauft und Biblis kann somit ein halbes Jahr länger am Netz bleiben..
Dies passt praktischerweise in den Zeitrahmen, bis die Bundesregierung über die Verlängerung der AKW Laufzeiten verhandelt. Wieder nur ein Zufall?
Laut RWE wolle man keine "Tatsachen schaffen" bevor nicht über Alternativen verhandelt worden ist.
Man kann daran sehn wie viel der ausgehandelte Atomkonsens von rot-grün wert ist : Nichts!
26 Mai 2010
By linksjugend
Dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) scheint das deutsche Erziehungswesen noch überfinanziert zu sein.
In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt schlug er als Sparmöglichkeiten die Prüfung „etwa der Garantie eines Betreuungsplatzes für Kinder unter drei Jahren“ vor. „Wir müssen prüfen, ob das noch finanzierbar ist. Ein weiteres Feld sei die Bildungspolitik.“
Erst im Sommer vergangenen Jahres waren bundesweit ErzieherInnen im Arbeitskampf gewesen um für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen zu streiken.
Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler verkündete vor kurzem erst die geplante Einsparung von über 70 Millionen Euro an hessischen Schulen und Universitäten. Aus diesem Grund protestierten Anfang Mai 2010 über 10.000 Lehrende und Lernende in Wiesbaden.
15 Mai 2010
By linksjugend
Kommt nach Bonn!
Für ein ganz anderes Klima!
Systemwandel statt Klimawandel
Nach dem peinlichen Scheitern der UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen steht fest: So wird die Welt nicht gerettet. Der Weg der marktförmigen Lösungen, der mit dem Emissionshandel und den daran gebundenen flexiblen Mechanismen seit Jahren gefahren wird, ist mehr Teil des Problems als Teil der Lösung. Trotz des Kyoto Protokolls stiegen die weltweiten Emissionen in den letzten Jahren weiterhin drastisch an. Die Auswirkungen des Klimawandels treffen zuerst die meist bitterarme Bevölkerung des globalen Südens, der Region, die nur für den allergeringsten Teil des Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich ist. Noch ist der Klimawandel in den reichen Industriestaaten nicht angekommen und vielleicht ist es deshalb so, dass ein Kurswechsel in der Klimapolitik nicht auf der Tagesordnung steht.
28 April 2010
By linksjugend
Am Samstag den 24. April war es soweit: Nach Monaten der Vorbereitung und der Mobilisierung ging es zur lang erwarteten Umzingelung des AKW Biblis.
Schon auf dem Weg zum Kraftwerk konnte man sehen, dass die Teilnehmerzahl alle Erwartungen übertroffen hatte. Vor allem junge Menschen waren nach Biblis gekommen, teilweise aus der Region, teilweise quer durch Deutschland angereist. So viel zum Thema entpolitisierte Jugend…
Unser kleiner antikapitalistischer Block aus etwa 50 Leuten reihte sich lautstark in die Masse der vielen tausend Menschen ein, die nur ein Ziel hatten: Ein deutliches Zeichen gegen Atomkraft und die schwarz – gelbe Regierungen zu setzen.